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Das automatisierte Fahren kommt – der Versicherungsschutz bleibt

In Deutschland gehen immer mehr Teststrecken in Betrieb, um das automatisierte Fahren im Straßenverkehr zu entwickeln. Doch was ist mit dem Versicherungsschutz für Unfallbeteiligte, wenn die Technik versagt? Die beruhigende Antwort lautet: Sie ist mit den bestehenden KFZ-Versicherungen unverändert und in vollem Umfang gewährleistet.

Die KFZ-Haftplicht zahlt

Bei einem Unfall durch automatisiertes Fahren zahlt die KFZ-Haftpflichtversicherung des Verursacher-Autos die Sach- und Personenschäden der Unfallopfer. Damit ändert sich nichts am bislang geltenden Prinzip. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Für die Entschädigung der Opfer ist es gleichgültig, ob der Crash durch einen menschlichen Fahrfehler oder ein automatisiertes Fahrsystem verursacht wurde: Das betont ausdrücklich das Goslar Institut für verbrauchergerechtes Versichern, es wird getragen von der HUK Coburg. Die KFZ-Haftpflichtversicherung, so heißt es, deckt grundsätzlich alle Gefahren ab, die mit dem Betrieb eines Autos entstehen. Wäre das nicht so, müssten Unfallopfer durch automatisierten Fahrbetrieb den Autoherstellern einen Produktfehler nachweisen, um eine Entschädigung zu bekommen. Bei allen Testfahrten ist übrigens vorgeschrieben, dass sie nur unter menschlicher Kontrolle stattfinden: In jedem Auto sitzt eine Person, die im Notfall eingreift.

Neue Teststrecken 2018

© mato181 – fotolia.de

Für das automatisierte Fahren gibt es im laufenden Jahr einige neue Teststrecken in:

  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden Württemberg
  • Niedersachsen
  • Düsseldorf (innerstädtisch)
  • Hamburg (innerstädtisch).

Eine grenzüberschreitende Teststrecke ist im Südwesten Deutschlands in Vorbereitung. Sie verbindet Saarbrücken und Merzig (Saarland) mit Metz (Frankreich) und Bettemburg (Luxenburg). Auf der Insel Sylt ist außerdem ein fahrerloser Elektro-Kleinbus geplant.

Wem gehören die Daten?

Für das automatisierte Fahren sind viele Daten erforderlich, die weit in das Privatleben der Verkehrsteilnehmer reichen. Daher ist es erforderlich, sie vor missbräuchlicher Nutzung durch Staat und Privatwirtschaft durch einen adäquaten Datenschutz zu schützen: also für Zwecke, für die sie ausdrücklich nicht erhoben wurden. Der GDV plädiert dafür, dass zunächst einmal die Teilnehmer am automatisierten Fahren volle Kontrolle über diese Daten besitzen. Die Versicherer mahnen an, dass eine mögliche Nutzungserweiterung dieser Daten nicht nur für die Autohersteller erfolgt. Die automatisiert Fahrenden müssen ihre Daten auch für Automobilclubs und Versicherungen freigeben dürfen. Das sei laut GDV für die Entwicklung eines fairen Wettbewerbs beim automatisierten Verkehr erforderlich.