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Endreinigung geht zu Lasten der Versicherung

Ein Autofahrer ist in einen Unfall verwickelt, der eine Reparatur notwendig macht. Die verantwortliche Versicherung muss in diesem Fall auch Endreinigung und Probefahrt bezahlen. So entschied das Amtsgericht Konstanz bereits im November 2016 und ließ eine Berufung nicht zu.

Kosten im Gutachten aufgeführt

© Style-Photography – fotolia.com

Zugrunde lag dem Urteil der oben geschilderte Sachverhalt. Das Gutachten, das die Schäden am Fahrzeug feststellte und den Reparaturbedarf berechnete, führte diese Kosten für eine Probefahrt und die Endreinigung sogar ausdrücklich auf. Die Versicherung war also zuständig für die Aufwendungen von:

  • Reparatur
  • Endreinigung
  • Probefahrt

Die Versicherung jedoch kürzte den Betrag um die beiden letzten Posten. Das sei nicht zulässig, so die Richter. Zum einen müsse ein Geschädigter zwar alles Zumutbare veranlassen, um die Kosten für die Schadensbeseitigung so gering wie möglich zu halten. Zum anderen aber seien dem Geschädigten keine Mehrbelastungen zuzumuten, die nicht in seinem Einflussbereich liegen. Genau das sei hier der Fall: Dem Autofahrer fehle in den meisten Fällen die Sachkenntnis, den Schaden selbst zu beurteilen und zu beseitigen. Dafür seien Gutachter und Werkstatt zuständig. Das Gericht bezieht sich hierbei auch auf höchstrichterliche Rechtsprechung. Sie verlangt, dass ein Schadensverursacher dem Geschädigten alle Kosten ersetzt. Zugrunde liegt dabei Alles, was der verständige, wirtschaftliche denkende Mensch für notwendig und zweckmäßig hält.

Trend der Versicherer

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltsverein (DAW) nimmt dieses Urteil zum Anlass, auf einen Trend hinzuweisen. Die Juristen stellen fest, dass Autoversicherer immer häufiger kleinere Posten aus den Rechnungen herausstreichen und den Geschädigten anlasten wollen. Das Urteil vom Amtsgericht Konstanz stellt klar fest, dass dies nicht erlaubt ist.