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Mythen rund um die Autoversicherung
– Wir klären auf

Wir klären auf: Mythen rund um die AutoversicherungAutoversicherungen sind ein komplexes Thema, welches durchaus verunsichern kann. Zahlreiche Mythen und Missverständnisse machen die Runde, und diese Fehlinformationen können Fehlentscheidungen nach sich ziehen, die im schlimmsten Fall richtig Geld kosten.

Aber warum gibt es so viele Mythen rund um die Autoversicherung? – Der Grund dafür liegt häufig in einer Mischung aus unvollständigem Wissen (gefährlichem Halbwissen), veralteten Informationen und den vielen verschiedenen Aspekten und Faktoren, welche Einfluss auf die Autoversicherung nehmen. Da sich außerdem die Kfz-Versicherungsbedingungen und -tarife regelmäßig ändern, ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten.

In diesem Artikel auf autoversicherungvergleich.info räumen wir mit den weitverbreiteten Mythen rund um die Autoversicherung auf und erklären, was stimmt und worauf man achten sollte. – Wir wünschen eine angenehme Lektüre, aufschlussreiche Erkenntnisse und allzeit gute Fahrt!


Inhaltsverzeichnis

  1. „Je älter das Auto, desto günstiger die Versicherung“
  2. „Die Farbe des Autos beeinflusst die Versicherungsprämie“
  3. „Die Haftpflichtversicherung reicht völlig aus“
  4. „Mein Versicherungsbeitrag bleibt immer gleich“
  5. „Alle Autoversicherungen sind gleich“
  6. „Ein Schadenfreiheitsrabatt bleibt für immer bestehen“
  7. „Ich kann meine Versicherung jederzeit kündigen, ohne Konsequenzen“
  8. „Ein selbstverschuldeter Unfall führt immer zur Kündigung“
  9. „Die günstigste Versicherung ist immer die beste“
  10. „Günstige Versicherungen bieten immer weniger Schutz“
  11. „Ich werde bei einem Unfall immer hochgestuft, selbst wenn ich nicht schuld bin“
  12. „Die Versicherung gilt nur während des Fahrens“
  13. „Ich kann mit einer guten Versicherung alles abdecken“
  14. „Die Versicherung zahlt bei jedem Unfall“
  15. „Die Versicherung zahlt auch bei grober Fahrlässigkeit“
  16. „Eine ältere Person zahlt automatisch mehr für die Versicherung“
  17. „Es ist günstiger, das Auto nur saisonal zu versichern“
  18. „Ein abgegebener Autoschlüssel führt automatisch zur Haftung“
  19. „Das Fahren im Ausland ist immer teurer“

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Je älter das Auto, desto günstiger die Versicherung“

Ein weitverbreiteter Mythos ist, dass die Versicherungskosten sinken, je älter das Auto wird. Das klingt zunächst logisch – ältere Fahrzeuge haben weniger Wert und könnten daher günstiger zu versichern sein.

Doch die Realität ist in der Regel anders: Die Versicherungsprämien richten sich nicht nur nach dem Wert des Fahrzeugs, sondern auch nach anderen Faktoren wie der Art der Versicherung, der Nutzung des Fahrzeugs und den Schadensstatistiken bestimmter Automodelle.

So sind z. B. ältere Autos unter Umständen teurer in der Versicherung, wenn Ersatzteile für diese nur schwer erhältlich und dementsprechend hoch im Preis sind. Mit höheren Beiträgen für die Kfz-Versicherung muss man außerdem beispielsweise auch bei älteren Fahrzeugmodellen mit hohen Schadensquoten rechnen.

Die Typklasse des Fahrzeugs liefert wichtige Anhaltspunkte dazu, wie sich das Modell auf die Höhe des Versicherungsbeitrags auswirkt. Hier kann es sich lohnen, bereits vor dem Autokauf zu schauen, welche Autos einer niedrigen und welche Autos einer hohen Typklasse zugeordnet sind. – Weitere Infos unter: Typklassen bei der Autoversicherung: Was sie bedeuten und warum sie Ihren Beitrag beeinflussen

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Die Farbe des Autos beeinflusst die Versicherungsprämie“

Ein weiterer populärer Irrglaube ist, dass die Farbe des Autos die Höhe der Versicherungsprämie beeinflusst. Viele glauben, dass rote Autos beispielsweise teurer zu versichern sind, weil sie mit einer höheren Unfallgefahr oder einer höheren Wahrscheinlichkeit für Diebstahl in Verbindung gebracht werden.

Es gibt keine Belege dafür, dass rote Fahrzeuge häufiger in Unfälle verwickelt sind. Deshalb spielt die Farbe des Fahrzeugs für die Berechnung der Versicherungsprämie tatsächlich jedoch keine Rolle. Die Höhe des Kfz-Versicherungsbeitrags basiert auf Faktoren wie dem Fahrzeugmodell, der Schadensstatistik, der Leistung, dem Alter des Fahrers und dessen Schadenfreiheitsklasse – nicht auf der Farbe.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Die Haftpflichtversicherung reicht völlig aus“

Die Haftpflichtversicherung ist zwar gesetzlich vorgeschrieben und schützt vor Schäden, die Sie anderen im Straßenverkehr zufügen, doch sie deckt nicht alle Eventualitäten ab.

Je nach Situation, Fahrzeugwert und Risikolage kann der zusätzliche Abschluss einer Teilkasko zum Beispiel zur Abdeckung von Wildschäden oder der Abschluss eine Vollkasko zur Deckung von Schäden am eigenen Fahrzeug eine sinnvolle und richtige Maßnahme sein. – Wer auf eine Haftpflichtversicherung allein setzt, riskiert, bei einem selbstverschuldeten Unfall oder einem Vandalismusschaden auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Es ist generell empfehlenswert, vor Abschluss der Autoversicherung zu vergleichen, wie hoch die Prämie für eine reine Kfz-Haftpflicht im Vergleich zur Teilkasko und Vollkasko ausfällt. Teilweise sind die Unterschiede gar nicht so hoch und man kann für einen geringen finanziellen Mehraufwand eine deutlich erhöhte Risikoabdeckung erreichen. – Weitere Infos unter: Unterschiede: Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko?

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Mein Versicherungsbeitrag bleibt immer gleich“

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass die Versicherungsbeiträge über die Jahre konstant bleiben. In Wirklichkeit können sich die Beiträge aufgrund verschiedener Faktoren eigentlich jährlich ändern.

Das kann an einer Änderung der Regionalklasse, der Schadenfreiheitsklasse, einer Erhöhung der Versicherungskosten oder an neuen gesetzlichen Regelungen liegen. Es ist auch möglich, dass Ihr Versicherungsunternehmen die Tarife anpasst, was zu einer Erhöhung der Prämie führt. Es lohnt sich daher, regelmäßig die Angebote zu überprüfen bzw. Autoversicherungen zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Alle Autoversicherungen sind gleich“

Wer heutzutage ein Fahrzeug versichern will, kann auf ein nahezu unüberschaubares Angebot an unterschiedlichen Versicherungsanbietern und Autoversicherungen mit unterschiedlichen Leistungen und Tarifen zurückgreifen.

Während die (Haftpflicht-)Grundabsicherung bei allen Versicherungen nahezu identisch ausfällt, variieren die Zusatzleistungen erheblich. Viele Kfz-Versicherer bieten beispielsweise zusätzliche Leistungen für den Fahrerschutz, Rabattschutz, Auslandsschutz oder einen Schutzbrief an. Darüber hinaus gibt es bei der einen oder anderen Versicherungsgesellschaft auch z. B. Rabatte für Fahranfänger oder Vielfahrer. – Wer glaubt, dass alle Versicherungen gleich sind, verpasst möglicherweise wichtige Vorteile, die ein anderer Autoversicherer bieten könnte.

Bei einem Autoversicherungsvergleich sollte man nicht nur auf die Höhe der Prämie schauen, sondern insbesondere die Leistungen bzw. den Leistungsumfang der verschiedenen Kfz-Versicherer genau unter die Lupe nehmen und vergleichen.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Ein Schadenfreiheitsrabatt bleibt für immer bestehen“

Der Schadenfreiheitsrabatt, der für jahrelange unfallfreie Fahrpraxis gewährt wird, ist in der Regel nicht dauerhaft. Wenn der Versicherungsnehmer seinen Vertrag kündigt (und länger ohne Versicherung bleibt) oder die Versicherung wechselt, kann der Rabatt verloren gehen oder neu verhandelt werden.

Zudem kann ein Unfall, selbst wenn er nicht schuldhaft verursacht wurde, zu einer Rückstufung des Rabatts führen. Manchmal kann es sinnvoll sein, einen Schaden selbst zu übernehmen, um den Schadenfreiheitsrabatt zu schützen.

Weitere Infos unter:
Schadenfreiheitsklassen

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Ich kann meine Versicherung jederzeit kündigen, ohne Konsequenzen“

Obwohl es grundsätzlich möglich ist, eine Autoversicherung zu kündigen, gibt es hierbei einige Regeln und Fristen zu beachten. Eine außerordentliche Kündigung ist beispielsweise nur bei einem Schadensfall oder einer Beitragserhöhung möglich.

Bei regulären Kündigungen muss die Frist von einem Monat zum Ende des Versicherungsjahres eingehalten werden. Eine unbedachte Kündigung kann in manchen Fällen auch mit Nachteilen verbunden sein, etwa durch eine höhere Einstufung bei einer neuen Versicherung.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Ein selbstverschuldeter Unfall führt immer zur Kündigung“

Nicht jede Versicherung kündigt einen Vertrag nach einem selbstverschuldeten Unfall. In vielen Fällen wird lediglich der Schadenfreiheitsrabatt herabgestuft, und die Prämie erhöht sich. Um diesem entgegenzuwirken, hilft der Abschluss einer Kfz-Versicherung mit Rabattschutz.

Eine Kündigung durch den Versicherer erfolgt in der Regel nur bei wiederholten und schweren Verstößen oder bei besonders schweren Schäden bzw. sehr hohen Kosten. Auch hier sollte jeder Versicherungsnehmer die genauen Konditionen seines Vertrages kennen und im Falle eines Falles einen Anwalt konsultieren, um die Rechtmäßigkeit zu prüfen.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Die günstigste Versicherung ist immer die beste“

Es ist verlockend, den günstigsten Tarif zu wählen, doch der Preis allein sagt wenig über die tatsächliche Leistung einer Kfz-Versicherung aus. Eine günstige Versicherung kann im Schadensfall unter Umständen weniger leisten oder höhere Selbstbeteiligungen verlangen. Darüber hinaus kann es bei günstigeren Kfz-Versicherern auch zu längeren Bearbeitungszeiten im Schadensfall kommen.

Aus den genannten Gründen, sollte man das Preis-Leistungsverhältnis für unterschiedliche Angebote vor Abschluss der Autoversicherung genau prüfen und vergleichen. Bei kleineren und unbekannteren Versicherungsgesellschaften lohnt sich auch ein Blick ins Netz, um zu schauen, welche Erfahrungen andere Kunden mit diesen gemacht haben.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Günstige Versicherungen bieten immer weniger Schutz“

Nicht immer bedeutet ein niedriger Preis weniger Schutz. Es gibt durchaus Kfz-Versicherungen, die günstig sind und dennoch eine umfangreiche Leistung bieten. Ausschlaggebend ist hier, dass die gebotenen Leistungen zu den eigenen Anforderungen passen.

Eine zu umfangreiche Versicherung kann unnötig teuer werden, während eine zu sparsame Versicherung möglicherweise nicht ausreichend Schutz bietet.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Ich werde bei einem Unfall immer hochgestuft, selbst wenn ich nicht schuld bin“

Üblicherweise erfolgt keine Hochstufung in der Schadensfreiheitsklasse, wenn ein fremdverschuldeter Schaden am Fahrzeug vorliegt (dieser wird ja von der Versicherung des Verursachers reguliert).

Wenn ein Unfall selbstverschuldet wurde, zieht das meistens eine Hochstufung nach sich. Hier kann ein Rabattschutz entgegenwirken.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Die Versicherung gilt nur während des Fahrens“

Die Versicherung eines Autos ist nicht nur während der Fahrt aktiv. Sie deckt auch Schäden ab, die auf dem Parkplatz oder beim Abstellen des Fahrzeugs z. B. Durch Wegrollen entstehen können, solange der Wagen versichert ist. Auch Schäden, die durch Wetterereignisse, Vandalismus oder Diebstahl entstehen, können durch eine Kaskoversicherung abgedeckt sein.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Ich kann mit einer guten Versicherung alles abdecken“

Eine gute Versicherung bietet umfangreichen Schutz, doch es gibt immer noch Einschränkungen. – So sind üblicherweise einige Schäden nicht gedeckt – dazu können z. B. Schäden, wie etwa solche durch grobe Fahrlässigkeit oder Schäden an Leihfahrzeugen gehören. – Es ist daher wichtig, sich die Bedingungen seiner Kfz-Versicherung genau anzusehen und eventuell Zusatzversicherungen abzuschließen, wenn man einen speziellen Schutz benötigt.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Die Versicherung zahlt bei jedem Unfall“

Die Versicherung zahlt nicht in jedem Fall. Zum Beispiel bei grober Fahrlässigkeit oder wenn der Unfall durch unrechtmäßiges Verhalten des Fahrers verursacht wurde, kann die Versicherung die Zahlung verweigern. Es kann auch zu Problemen mit der Schadensregulierung kommen, wenn der Schaden durch einen nicht gemeldeten Fahrer verursacht wurde. – Hier ist es generell wichtig, die Versicherungsbedingungen zu kennen, um Missverständnisse und Negativfolgen zu vermeiden.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Die Versicherung zahlt auch bei grober Fahrlässigkeit“

Grobe Fahrlässigkeit, wie etwa Handy am Steuer, stark überhöhte Geschwindigkeit, das Fahren unter Alkoholeinfluss oder ohne gültigen Führerschein, wird in vielen Fällen von der Versicherung nicht abgedeckt. In solchen Fällen kann der Versicherer die Zahlung ganz oder teilweise verweigern.

Es gibt Kfz-Versicherungstarife mit Zusatzoptionen für Schäden bei grober Fahrlässigkeit.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Eine ältere Person zahlt automatisch mehr für die Versicherung“

Es gibt keine pauschale Regel, dass ältere Fahrer immer mehr für ihre Autoversicherung zahlen müssen. Viele Versicherungen berücksichtigen jedoch das höhere Risiko, das in der Regel mit dem Alter verbunden ist, bei der Berechnung ihrer Prämien. Dennoch können gute Fahrer mit einer langen, unfallfreien Historie auch im höheren Alter von günstigen Versicherungsbeiträgen profitieren.

Weitere Infos unter:
Autoversicherung für Rentner

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Es ist günstiger, das Auto nur saisonal zu versichern“

In manchen Fällen kann es günstiger erscheinen, das Auto nur saisonal zu versichern. Doch viele Versicherer bieten keine saisonalen Policen an. Zudem könnte es zu einem Verlust des Schadenfreiheitsrabatts kommen, wenn das Auto für mehrere Monate nicht versichert ist und man sollte bedenken, dass man ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen im Winter nicht spontan nutzen kann.

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Ein abgegebener Autoschlüssel führt automatisch zur Haftung“

Die Übergabe des Autoschlüssels an eine andere Person bedeutet nicht automatisch eine Haftung des Eigentümers. In der Regel bleibt die Haftung beim Fahrer des Fahrzeugs, wenn dieser nachweislich selbst verantwortlich handelt. Es können jedoch spezielle Klauseln in der Versicherung bestehen, die regeln, wie im Falle einer unbefugten Nutzung vorzugehen ist.

Weitere Infos unter:
Was passiert, wenn jemand anderes fährt und einen Schadensfall verursacht?

Mythen rund um die Autoversicherung:
„Das Fahren im Ausland ist immer teurer“

Die Kosten für das Fahren im Ausland hängen vom jeweiligen Land ab und davon, ob das Fahrzeug eine internationale Versicherungsschutzklausel hat. In vielen Fällen ist es nicht teurer, im Ausland zu fahren, solange man die nötigen Papiere und Versicherungen hat. Bei einem längeren Aufenthalt im Ausland kann es jedoch sinnvoll sein, die Versicherung entsprechend anzupassen. Bei Fahrten innerhalb der EU ist es zudem in der Regel so, dass der Versicherungsschutz oft automatisch gültig ist.

Weitere Infos unter:
Mit dem Auto auf Weltreise: Wie sollte man sich versichern?
Sicher mit dem Auto in den Urlaub