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Neues Kfz-Versicherungsmodell – Wer weniger fährt, zahlt weniger

Das Auto gehört zu Deutschland wie das Oktoberfest zu Bayern. Kein Wunder, dass die Anzahl der zugelassenen Autos stetig steigt. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts sind derzeit ganze 46,5 Millionen Pkw auf Deutschlands Straßen unterwegs. Überraschenderweise sinkt im Gegenzug jedoch die Anzahl der gefahrenen Kilometer pro Jahr. Gut die Hälfte aller Autofahrer legen in diesem Zeitraum weniger als 10.000 Kilometer zurück. Und das hat Folgen für die Versicherungswirtschaft, die nun mit neuen Tarifmodellen für „Wenigfahrer“ um neue Kunden wirbt.

Mit „pay as you drive“ bares Geld sparen

© mma23 – Fotolia.com

Geht es nach den beiden Start-ups „Emil“ und „Friday“, sollen Autofahrer ihre Autoversicherung künftig nach dem „pay as you drive„-Prinzip zahlen. Das bedeutet, dass sich die Versicherungsprämie nach der jährlichen Fahrleistung richtet. Vor allem für Wenigfahrer, die weniger als 200 Kilometer pro Woche zurücklegen, ist das ein verlockendes Angebot. Beide Versicherer bieten bereits Kfz-Policen an, die nach diesem Prinzip funktionieren. Die Kosten setzen sich dabei aus einer Grundgebühr und der Abrechnung der Fahrleistung zusammen.

Pro gefahrenem Kilometer wird bei „Emil“ etwa mindestens 1 Cent fällig. Wer also besonders wenig mit dem Auto unterwegs ist, kann nach den Angaben von „Emil“ jährlich bis zu 450 Euro sparen. Hinzu kommt bei „Friday“ der Ökogedanke, zumal der Versicherer mit der Klimaschutzorganisation „Myclimate“ zusammenarbeitet und einen Teil der kilometerabhängigen Beiträge in Klimaschutzprojekte investiert.

Ein Modell mit Potential

Das Konzept hört sich gut an, denn es verspricht auf den ersten Blick ein faires Versicherungsmodell, denn so zahlen Wenigfahrer nur für ihr eigenes Risiko und subventionieren damit nicht das zusätzliche Risiko von Vielfahrern. Ob das Konzept aber wirklich fair ist und sich für die Versicherer rechnet, muss aber zunächst der Praxiseinsatz zeigen. Das Problem liegt aber im Detail.

Nachgewiesenermaßen ist das Risiko eines weniger routinierten Fahrers im Straßenverkehr höher als das Risiko eines Autofahrers, der jährlich weit über 10.000 Kilometer unter unterschiedlichsten Straßen- und Witterungsverhältnissen unterwegs ist. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, diese Angebote im Auge zu behalten, denn immerhin naht mit dem 30. November der Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung.