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Weniger Verletzte und Tote bei Verkehrsunfällen – Radfahrer jedoch stark gefährdet

Die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr geht in Deutschland schon seit Jahren kontinuierlich zurück. Stark gefährdet sind allerdings unverändert Radfahrer. Das führt zu gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Auto- und Zweiradnutzern.

Mehr Unfälle, weniger Personenschäden

2017 stieg die Zahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle um 2,2 Prozent auf insgesamt 2,64 Millionen in Deutschland an: ein neuer Höchststand. Die Verkehrsunfall-Statistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt jedoch auch: Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden sank um 1,8 Prozent auf 302.656. Insgesamt verunglückten 393.492 Personen – 1,6 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Verkehrsunfall-Toten sank um ein Prozent auf 3.180: der niedrigste Stand seit 60 Jahren. Bei den im Verkehr getöteten Radfahrern jedoch gab es einen neuen Höchststand mit Blick auf den Beginn des Jahrzehnts:

  • 382 Radfahrer starben 2017 bei Verkehrsunfällen
  • seit 2010 gab es durchschnittlich 350 bis 400 tote Radfahrer bei Verkehrsunfällen
  • rund jeder fünfte Verletzte bei Verkehrsunfällen ist ein Radfahrer

Rücksichtslosigkeit auf beiden Seiten

© Kzenon – fotolia.de

Zwischen Auto- und Radlobby entsteht ein lebhafter Meinungsaustausch, wer die Verantwortung für die Gefährdung der Zweiradfahrer trägt. Die einen beklagen das rücksichtslose Verhalten der Velofahrer und schlagen einen Zweiradführerschein vor. Sie fordern auch die Radler auf, sich im Verkehr vorausschauend zu verhalten. Andere Diskussionsteilnehmer beklagen die Verrohung der „Autofahrerkultur“. Hinter dem Steuer sei die gleiche Missachtung der Verkehrsregeln zu beobachten wie am Fahrradlenker. Die Statistik zeigt, dass bei Unfällen zwischen Zweirad und PKW nur in jedem vierten Fall der Biker die Verantwortung trägt. Allerdings liegt bei Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern die Verantwortung zu 60 Prozent bei den Radlern. In der Diskussion findet sich der Hinweis, dass die von einem Auto ausgehende Betriebsgefahr höher ist als die vom Zweirad. Eine andere Überlegung bittet um Verständnis für PKW-Fahrer, die – unverschuldet! – einen Biker bei einem Verkehrsunfall töten. Das sei eine lebenslange Belastung.